The seven steps of the FMEA

Die 7 Schritte der FMEA nach der VDA/AIAG Harmonisierung

Schritt 6 der einheitlichen FMEA-Methodenbeschreibung:

Zusammenfassung: Optimierung

Die Optimierung der FMEA baut als 6. Schritt der einheitlichen FMEA-Methodenbeschreibung auf die Ergebnisse der Risikoanalyse auf. Wenn also in der Risikobewertung als Eingangsgröße für die Optimierung inakzeptabel hohe Risiken erkannt worden sind, folgt die Optimierung der FMEA als nächster logischer Arbeitsschritt. Wie in der Risikoanalyse gibt es dabei erneut zwei Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren:

  • Möglichkeit 1: zusätzliche Vermeidungsmaßnahmen
  • Möglichkeit 2: und/oder zusätzliche Entdeckungsmaßnahmen

Diese werden in der Optimierung der FMEA formuliert und ihre Qualität erneut bewertet. Es gibt einen neuen Wert für die Auftretenswahrscheinlichkeit (A-Wert) und einen neuen Wert für die Entdeckungswahrscheinlichkeit (E-Wert). Selbstverständlich müssen A-Wert und E-Wert in der Optimierung der FMEA verändert werden, um die Ziele zu erreichen.

Wichtig: Die Optimierung der FMEA hört streng genommen nicht auf. Solange das Produkt in der Anwendung ist und produziert wird (P-FMEA) oder so lange Designverantwortung besteht (D-FMEA), muss der 6. Schritt der einheitlichen FMEA Methodenbeschreibung nach Handbuch (AIAG & VDA) in Abständen wiederholt werden.

Die FMEA ist also ein lebender Prozess. Erkenntnisse, die in der Lebensdauer des Systems beziehungsweise Produkts entstehen ­– insbesondere Risiken, werden im Schritt der Optimierung der FMEA eingepflegt.

Gleichzeitig ist die Optimierung der FMEA auch wieder die Basie für den nächsten Schritt der einheitlichen FMEA-Methodenbeschreibung: die abschließende Dokumentation und Kommunikation des Risikos.

Detailwissen: Optimierung in der FMEA-Methodenbeschreibung

Zweck

In der Optimierung der FMEA werden Maßnahmen zur Risikoreduzierung auf Basis der Ergebnisse der Risikoanalyse festgelegt und diese bewertet. Zentrale Ziele des 6. Schritts der einheitlichen FMEA-Methodenbeschreibung nach FMEA Handbuch (AIAG & VDA) sind:

  • Definition weiterer Maßnahmen zur Risikoreduzierung
  • Terminierung und Festlegung von Verantwortlichkeiten für die Maßnahmen
  • Umsetzung der Maßnahmen inklusive Bestätigung ihrer Wirksamkeit und Neubetrachtung der Risiken
  • Abstimmung zwischen Lieferanten, Kunden, FMEA-Team und Management
  • Optimieren der Ausgangsbasis zur Verbesserung der Produktanforderungen und Prozessanforderungen

Optimierung in der FMEA-Methodenbeschreibung:

Fortlaufende Verbesserung und Maßnahmen

Mit diesen Maßnahmen zielt die Optimierung der FMEA darauf ab, Risiko zu minimieren und Kundenzufriedenheit zu steigern. Im 6. Schritt der einheitlichen FMEA-Methodenbeschreibung überprüft das FMEA-Team seine Ergebnisse aus der Risikoanalyse und entwickelt Maßnahmen, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlerursachen weiter zu minimieren. Ebenso können bei der Optimierung der FMEA Maßnahmen definiert werden, die die Konstruktion verbessern, ohne direkt auf die Risikobewertung abzuzielen.

Die FMEA dokumentiert den Fortschritt. Die ursprünglichen Bewertungen von Bedeutung, Auftreten und Entdeckung werden nicht geändert. In der Optimierung der FMEA werden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um das Risiko weiter zu verringern. Die Analyse wird so zu einem Wissensschatz, in dem Fortschritte bei Konstruktionsentscheidungen, Verbesserungen und Prozessoptimierungen gespeichert sind.

Die in der Optimierung der FMEA beschriebenen Maßnahmen werden in der Analyse je nach Umsetzungsstand wie folgt gekennzeichnet:

  • offen – es wurden keine Maßnahmen definiert
  • in Entscheidung – Maßnahmen sind definiert, aber noch nicht beschlossen
  • in Umsetzung – Maßnahmen sind beschlossen, aber noch nicht umgesetzt
  • abgeschlossen – Maßnahmen sind umgesetzt, ihre Wirksamkeit nachgewiesen und dokumentiert und abschließend bewertet
  • verworfen – Maßnahme wurde zunächst beschlossen, dann wurde aber festgelegt, sie nicht umzusetzen

In der Summe ist die FMEA so lange nicht abgeschlossen, bis das FMEA-Team dem verbleibenden Risiko zustimmt oder den Abschluss alles Maßnahmen dokumentiert hat.

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