Fehlerbaumanalyse

Die Fehlerbaumanalyse, englisch Fault Tree Analysis (FTA), dient im Gegensatz zur FMEA der quantitativen Analyse und Mehrfachfehlerbetrachtung. Damit können die entsprechenden Metriken berechnet und ausgewertet werden (Einfachfehlerbetrachtung, Mehrfachfehler), um zu einem quantifizierten Analyseergebnis zu gelangen.

"Die Fehlerbaumanalyse ist in der DIN 25424 beschrieben (Fehlerbaumanalyse, Teil 1: Methode und Bildzeichen, Teil 2: Handrechenverfahren zur Auswertung eines Fehlerbaumes).

Die Fehlerbaumanalyse nimmt als Ausgangspunkt – im Gegensatz zur FMEA – nicht eine einzelne Systemkomponente, sondern das potenziell gestörte Gesamtsystem. Die Fehlerbaumanalyse baut auf der sogenannten negativen Logik auf. Das heißt, der Fehlerbaum beschreibt eine Ausfallsfunktion die bei dem Zustand logisch-1 einen Ausfall ausdrückt, bei logisch-0 liegt ein funktionsfähiges System vor.

Die Notation von FTA-Diagrammen unterscheidet:
- Rechtecke: Ereignisse
- Boolsche Gates insbesondere UND und ODER Gates
- Kreise: Basis-Ereignisse sind Ereignisse, die nicht weiter untersucht werden sollen (Kometeneinschlag in Ernemaschine)
Rauten: Diese Ereignisse werden noch analysiert

FTA gehört zu den ""Top-Down""-Analyseformen im Risikomanagement. In einem ersten Schritt wird daher das Gesamtsystem detailliert und exakt beschrieben. Darauf aufbauend wird analysiert, welche primären Störungen eine Störung des Gesamtsystems verursachen oder dazu beitragen können. Ausgangspunkt ist hierbei zunächst ein einziges unerwünschtes Ereignis, welches an der Spitze des Fehlerbaums steht, das sogenannte Top-Ereignis. Das Top-Ereignis resultiert in der Regel aus einer Risikoanalyse bzw. Szenarioanalyse.

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